9. Juli 2013

[Rezension] Assassino von Gerd Ruebenstrunk

Informationen zum Buch:
Titel: Assassino
Autor/-in: Gerd Ruebenstrunk
Seiten: 384
Preis: 16,99€
Verlag: bloomoon
Reihe: 
  1. Assassino
  2. ???
Klappentext:
Die wenigen Lampen in der dunklen Gasse spendeten nur wenig Licht. Einen Augenblick lang hoffte Kati, die Männer würden weitergehen. Doch sie blieben genau vor ihr stehen.
Katis Augen flogen hektisch die Treppe auf und ab. Vielleicht konnte sie die Stufen hinauf laufen? "Versuch es erst gar nicht. Du kommst uns nicht davon." Eine Hand schoss nach vorne und drückte sie gegen die Hauswand. In dem Augenblick tauchte der Junge auf...

Nicht zum ersten Mal macht sich die 17-jährige Kati Bergmann mit dem Archäologen Chris Montiel auf die Suche nach verlorenen Schätzen. Doch bei der Recherche nach einer sagenumwobenen etruskischen Gewandfiebel ist alles anders. Bald wird die Forschungsreise zu einem Wettlauf gegen die Zeit!

Meine Meinung:
Das mystisch ausgearbeitete Cover gefällt mir außerordentlich gut! Zum großen Teil erkennt man auf der rechten Seite ein Männer Gesicht, welches zu den ganzen Frauengesichtern eine große Abwechslung ist. Die Hautfarbe des jungen Mannes ist eher golden, perlmut farbend. Das Auge unter der buschigen Augenbraue schaut dem Betrachter direkt in das Gesicht. Der linke Teil des Gesichtes wird von einer schwarzen Fläche bedeckt, auf welcher sich goldenen Linien schlängeln, die zu einer Art goldene Blume reichen. Unter dem Gesicht erkennt man links ein Stück einer in oranges Licht getauchten Stadt mit Türmen, Kuppeln und Vögeln, ich schließe auf die Stadt Istanbul. Daneben erkennt man eine mattes ebenfalls gelbes Medaillon mit verschlungenen Emblemen, aller Wahrscheinlichkeit nach die etruskische Fibelscheibe.
Der Titel "Assassino" passt hervorragend zu dem Inhalt des Buches, wirkt wie ein alter nicht mehr gebrauchter Fachbegriff. Am Anfang klang dieser für mich sehr italienisch, doch ich wurde eines besseren belehrt ;D.

Kati Bergman, 17 Jahre jung, ist ein aufgeschlossenes wissbegieriges Mädchen auf der Suche nach verschollenen Artefakten. Martin Bergmann ihr Vater war in jungen Jahren selbst einmal Archäologe, doch er musste seine Karriere nach einem schweren Unfall an den Nagel hängen. Er unterstützt seine Tochter mit allen Mitteln und Wegen die ihm zur Verfügung stehen. Zur Zeit verfolgen Kati und ihr Partner Chris die Spur einer sogenannten etruskischen Fibelscheibe des Tages die anscheinend magische Kräfte besitzen soll. Doch wer glaubt schon an sowas? Die Spur der Fibelsscheibe führt sie direkt in die Stadt Dubrovnik und Kati und Chris erhalten neue wichtige Informationen. Doch Kati ird das Gefühl nicht los verfolgt zu werden. Ständig spürt sie Augenpaare im Rücken und obwohl sie sonst nicht so leicht zu erschüttern ist bekommt sie es mit der Angst zu tun. 
Eines Abends ist es soweit. Kati gerät in einen Hinterhalt und wird von mysteriösen Männern angegriffen. Genauso mysteriös taucht auf einmal ein junger Mann auf und verteidigt Kati mit seinem Leben. Sein Name ist Ilyas und Kati kann kaum den Blick von ihm abwenden. Seine abweisende, stille Art fasziniert die und ehe sie  sich versieht bedeutet der Junge ihr mehr als er eigentlich sollte...

Ilyas ist stark, flink und kann kämpfen. Woher er das alles kann, weiß er selber nicht. Ilyas weiß nichts mehr aus seiner Vergangenheit. Was macht er hier? Wo ist er? Warum ist alles um ihn herum so merkwürdig? Auf einmal fand er sich in einer Straße wieder und kurze Zeit später verteidigte er ein ihm fremdes Mädchen. Und was will die wunderschöne Frau mit der dunklen Aura von ihm? Kurzerhand beschließt er Kati, Chris und den neu dazu gestoßenen Seamus auf ihrer Reise zu begleiten. Doch später wird ihm klar das dies ein Fehler war...

Die ersten Seiten von Gerd Ruebenstrunks Assassino konnte man so weg lesen. Die Zeilen flogen nur so dahin und man zog wissbegierig jedes Wort ein. Es startete sofort mit einer Menge Spannung und Action. Der Leser lernt die Protagonistin Kati kennen und mit ihr ein Teil ihrer Gefühle in Bezug auf ihre neue Mission, das Finden der  etruskischen Fibelscheibe. Allgemein konnte ich am Anfang zu Kati und Chris noch keine richtige Beziehung aufbauen und hoffte inständig das sich dies bald ändern würde. Nach weiteren hundert Seiten kamen noch mehrere Charaktere hinzu, wieder eine geballte Ladung Action und ein paar neuen Erkenntnisse in Sache Fibelscheibe. Doch was fehlte war der Aspekt des Mitreißens. Manche Bücher und deren Schreibstil fesseln mich von der ersten Seite an und lassen mich auch nicht mehr los, hier waren es eher lockere, schwache Fesseln die ich so von meinem Geist  abstreifen konnte. Die Charaktere bekamen nicht mehr Tiefe, wie ich mir gewünscht hätte sondern wurden in die hinterste Ecke gestellt und kamen auch nicht mehr hervor. Den Charakteren fehlte vor allem Gefühl, besonders Ilyas. Ich habe erkannt, das Gerd Ruebenstrunk versucht hat ihn sympathisch und mysteriös da stehen zu lassen, doch er wirkte auf mich eher lustlos und schwer einschätzbar. Kati habe ich mir sehr mutig und stark vorgestellt, doch sie wurde immer weinerlicher und ängstlicher. Eine Wandlung nicht nach meinem Geschmack.
Abwechslungsreich waren die Perspektiven Wechsel zwischen Kati, Ilyas und Chris, da die drei total unterschiedlich sind und verschiedene Ziele verfolgen. Gut!
Dennoch hätte ich mir eine etwas detaillierte Beschreibung der Umgebungen und Situationen gewünscht. 
Die Idee mit der Fibelscheibe ansich ist wirklich toll, schade ist nur das diese ab der Hälfte des Buches total ins Vergessen geraten ist. Alle haben sich nur noch um Ilyas und seine Vergangenheit gekümmert und die Fibelscheibe wurde mit keinem Wort mehr erwähnt.
Die Geschichte arbeitete auf ein dramatisches, viel zu plötzliches Ende hin. Die Situation war letztendlich nicht überraschend und hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. 

Gerd Ruebenstrunks Idee ist wirklich toll Fanatsy-Elemente mit Archäologischen Hintergrund zu vermengen, dennoch wurde in diesem Buch nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft. Für den nächsten Band würde ich mir wünschen noch mehr über Ilyas zu erfahren. Sein Charakter ähnelt einer geschlossenen eher schlichten Tür. Wenn man diese neu anstreicht und mit ein paar Facetten ausschmückt käme bestimmt ein grandioser Charakter raus und jeder Leser würde von Ilyas überwältigt sein. Für mich ist das Buch kein Must-Read, dennoch war es interessant das Thema zu verfolgen. "Assassino" von Gerd Ruebenstrunk bekommt von mir 3 von 5 Blätter.


Vielen Lieben Dank an
Gerd Ruebenstrunk 
und den
für die Bereitstellung dieses Leseexemplar es

(sorry, ist nicht meine beste Rezension, bin mit meinen Urlaubsvorbereitungen beschäftigt :D)
LG Eure Anna

Kommentare:

  1. Guten Abend,

    das Buch ist gestern auch bei mir angekommen.
    Ich freue mich schon darauf es zu lesen, schade dass es dich nicht so umhauen konnte.

    Liebe Grüße

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    1. Hey :D,
      Viel Spaß beim lesen, vielleicht gefällt es dir ja besser als mir :S
      LG Anna

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Danke für dein Kommentar *grins* :DDD
Ich werde auf jeden Fall versuchen zu antworten !! ^^

 
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